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  string(5052) "Wer wochenlang an Bauchschmerzen, Durchfall oder rektalen Blutungen leidet, sollte schnellstens zur gastroenterologischen Abklärung. Doch wie eine repräsentative Studie nun zeigt, leiden Personen mit Symptomen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) oft Monate und sogar Jahre lang unter Schüben, bevor eine Colitis ulcerosa oder ein Morbus Crohn diagnostiziert und behandelt wird.[1]

Berlin, 25. August 2020 – Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind lebenslange Erkrankungen. Sie können bereits in jungen Jahren auftreten und haben einen enormen Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten. Viele bleiben jedoch über lange Zeit ohne adäquate Behandlung. Dies zeigt die jüngste Auswertung des Patientenregisters in England, eine der größten validierten Forschungsdatenbanken weltweit.

Daten von 19.555 CED-Fällen und 78.114 Kontrollen aus den Jahren 1998-2016 wurden analysiert. 9,6% der Patienten mit Morbus Crohn (MC) und 10,4% mit Colitis ulcerosa (CU) berichteten bereits fünf Jahre vor ihrer Diagnose von gastrointestinalen Symptomen. Bei der Kontrollgruppe ohne CED-Erkrankung waren es lediglich 5,8%. Im Zeitraum 18 bis 6 Monate vor der Diagnose betrug der Symptomüberhang bei MC-Patienten sogar 22,6% und bei CU-Patienten 17,1%.1

[caption id="attachment_4996" align="alignleft" width="300"]Gastrointestilae Symptome vor der Diagnose eines Morbus Crohn  Symptome sind oft bereits Jahre vor der CED-Diagnose vorhanden: Häufigkeit gastrointestinaler Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfälle und/oder rektale Blutungen bei Patienten ohne chronisch-entzündliche Darmerkrankung (blau) und Symptomüberhang (orange) bei Patienten mit Morbus Crohn (links) bzw. Colitis ulcerosa (rechts). Quelle: Tillotts nach Blackwell J et al. J Crohns Colitis 2020; 15;jjaa146; doi.org/10.1093/ecco-jcc/jjaa146; gemäß Open Government Licence[/caption]

Gastrointestilae Symptome vor der Diagnose einer Colitis ulcerosa 

„Die Daten sind alarmierend. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen lassen sich bislang leider nicht heilen. Aber man kann sie mit Medikamenten meist gut in den Griff bekommen, die Entzündungsschübe mildern und die Dauer der Remission verlängern“, weiß Magdalena Kritikos, Geschäftsführerin von Tillotts Pharma. Für die Therapie stehen wirksame und gut verträgliche Arzneimittelwirkstoffe wie Mesalazin/5-ASA oder Kortikosteroide wie das lokal wirkende Budesonid zur Verfügung. Bei schwerer CED-Erkrankung können z.B. auch Immunsuppressiva oder Biologika angezeigt sein.

Eine frühzeitige Diagnose ist für die Therapie unerlässlich. Sie erspart unnötiges Leiden und hilft, ein Fortschreiten der Erkrankung und spätere Komplikationen oder chirurgische Eingriffe zu vermeiden.[2] Wer vom Auftreten der gastrointestinalen Symptome bis zur Diagnose eines Morbus Crohn mehr als zwei Jahre wartet, hat ein erhöhtes Risiko für eine Notfalloperation.[3] Ebenso besteht bei Personen, die vor der Diagnose einer Colitis ulcerosa mehr als sechs Monate lang symptomatisch sind, ein erhöhtes Risiko für eine Kolektomie.2

Die prompte Diagnose stellt möglicherweise eine Herausforderung dar, da CED-Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder rektale Blutungen auch bei anderen, häufigeren Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) oder Hämorrhoiden auftreten können. Erst die gastroenterologische Abklärung mit endoskopischer Untersuchung des Darms und histologischer Analyse von Gewebeproben ermöglicht die Diagnose und eröffnet den Weg zur Therapie.

[1] Blackwell J et al. J Crohns Colitis 2020; 15;jjaa146; doi.org/10.1093/ecco-jcc/jjaa146

[2] Lee D et al. World J Gastroenterol 2017;23:6474-6481

[3] Hong Z et al. Med Sci Monit 2017;23:4841-4846"
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