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string(6213) "In Österreich ist die Rate von Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) im Spital seit 2002 um das Dreifache gestiegen, in Deutschland sogar um das Sechsfache.1 Auch im ambulanten Setting gewinnt die durch bakterielle Erreger ausgelöste Diarrhö zunehmend an Relevanz.2 Am 18. März 2026 nimmt ein Symposium während des Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT) in Saalfelden „Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) im Versorgungsalltag“ in den Fokus.
Drei Experten geben beim Lunchsymposium am 18. März 2026 von 11:45-13:00 auf Einladung von Tillotts einen aktuellen Überblick mit Tiefgang: Prim. Prof. Dr. Michael Gschwantler (Wien) führt ein in die Epidemiologie, Risikofaktoren, Klinik und Diagnostik von C. diff.-Infektionen. Besonders gefährdet sind vulnerable Patientengruppen, insbesondere ältere Menschen, multimorbide Patienten sowie Personen unter antibiotischer oder immunsuppressiver Therapie.3,4 Gerade in diesen Kollektiven geht die CDI mit erheblicher Krankheitslast und einer oft über Monate erhöhten Mortalität einher.3,4
Eine besondere Herausforderung stellen die häufigen Rezidive dar, die trotz initial erfolgreicher Behandlung auftreten.5 Jede weitere Episode erhöht das Risiko für schwerwiegende Komplikationen und Mortalität.6 Vor diesem Hintergrund rückt die Rezidivprävention zunehmend in den Fokus der Versorgung – ein Paradigmenwechsel, den aktuelle europäische (ESCMID), US-amerikanische und deutsche Leitlinien ausdrücklich betonen7,8,9, wie Univ.-Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in med.univ. Vanessa Stadlbauer-Köllner, MBA (Graz) beim Update zur Clostridioides difficile-Therapie aufzeigt.
Auf diese Entwicklungen hat die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) mit ihren im Jahr 2024 veröffentlichten Empfehlungen zum Management der CDI10 reagiert. Besonderes Gewicht hat hierbei Fidaxomicin, das als Antibiotikum mit sehr engem Wirkspektrum sowohl bei erstmalig auftretenden CDI als auch bei Rezidiven eingesetzt wird.10 Die Kosten werden gemäß Erstattungskodex (EKO) seit 01.12.2025 übernommen (RE1, „Gelbe Box“).11 Parallel gewinnen innovative Konzepte wie die fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT) und andere Mikrobiota basierte Therapeutika an Relevanz, erläutert Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Christoph Hoegenauer (Graz).10 Informationen und Anmeldung: https://oegit.eu/
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Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Christoph Hoegenauer (Graz) spricht beim Symposium „Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) im Versorgungsalltag“ am 18. März 2026 in Saalfelden. Quelle: MedUni Graz[/caption]
Quellen:
1 Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES): Clostridioides difficile. Aktualisiert: 09.01.2026; https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/clostridioides-difficile; zuletzt aufgerufen am 18.02.2026.
2 Álvarez-Villalobos N et al. Epidemiol Infect. 2025 Mar 4:153:e46.
3 Enoch D et al. J Hosp Infec. 2020 Dec;106(4):793-803.
4 Boven A et al. Clin Microbiol Infect. 2023 Nov;29(11):1424-1430.
5 Tricotel A et al. BMC Infect Dis. 2024 Mar 27;24(1):357.
6 Seiffert A et al. Infect Dis Ther. 2025 Oct;14(10):2341-2357.
7 Van Prehn J et al. Clin Microbiol Infect. 2021 Dec:27 Suppl 2:S1-S21.
8 Johnson S et al. Clin Infect Dis. 2021 Sep 7;73(5):e1029-e1044.
9 Manthey C et al. Z Gastroenterol. 2024 Jul;62(7):1090-1149.
10 Högenauer C et al. (Arbeitsgruppe Infektiologie und Microbiom): Clostridioides difficile-Infektion (CDI). ÖGGH, Q1/2024; https://www.oeggh.at/wissen-wissenschaft/; zuletzt aufgerufen am 18.02.2026
11 Österreichische Sozialversicherung, Stand: Februar 2026. Verfügbar unter: https://www.sozialversicherung.at/oeko/views/index.xhtml (letzter Abruf: 18.02.2026)."
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