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  string(5419) "Berlin (Deutschland), 22. September 2021 – Beim jüngsten Tillotts-Webinar „CED kollegial“ wurden die neuesten Erkenntnisse von den wichtigen Kongressen DDW und ECCO für die Praxis zusammengefasst. Gastroenterologen und Allgemeinmediziner diskutierten dabei unter anderem, wie Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gut durch die Pandemie kommen und wie effektiv sie durch eine Impfung vor COVID-19 geschützt sind. 

Mit „CED kollegial“ fördert Tillotts den Austausch zwischen Fachärzten und Allgemeinmedizinern bei der Behandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Unter wissenschaftlicher Leitung von PD Dr. med. Irina Blumenstein von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und PD Dr. med. Jochen Klaus vom Universitätsklinikum Ulm wurden diese Mal neueste Studiendaten zu diversen Therapeutika für die CED-Behandlung vorgestellt. Zudem ging es um akute Fragen aus dem Praxis-Alltag.

„Viele CED-Patienten sind angesichts der noch immer anhaltenden Pandemie besorgt“, sagt PD Dr. med. Jochen Klaus. „Es besteht für sie jedoch kein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder einen schwereren Verlauf der COVID-19-Erkrankung.“[1] Das gilt z.B. bei einer Behandlung mit 5-ASA, die häufig als Monotherapie oder in Kombination mit Biologika oder TNF-Antagonisten eingesetzt wird. Dies belegt eine aktuelle Analyse des internationalen SECURE-IBD Registers, in dem reale Krankheitsverläufe von bislang mehr als 5000 CED-Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion anonymisiert erfasst wurden.“[2]

Entzündungsschübe, die das Immunsystem stark beeinträchtigen, sind zu minimieren. Daher sollte auch im Falle einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus die CED-Behandlung fortgesetzt werden.1 Das Risiko einer schweren Erkrankung wird eher durch Alter und Komorbiditäten der Patienten bestimmt, weniger durch die Wahl der CED-Medikation.[3] Die Fachgesellschaften empfehlen dennoch, systemisch wirkende Kortikosteroide auszuschleichen oder durch Budesonid zu ersetzen. Eine Therapie mit Thiopurinen, Methotrexat oder Tofacitinib ist zumindest im Rahmen einer moderaten bis schweren Infektion zu pausieren und erst nach Überwinden der Erkrankung wieder aufzunehmen.1,[4]

Noch besser ist es freilich, frühzeitig gegen SARS-CoV-2 zu impfen, wie es auch die European Crohn´s and Colitis Organisation (ECCO) empfiehlt.[5] Eine aktuelle Studie am Universitätsklinikum Jena untersuchte sowohl die humorale als auch die zelluläre Immunantwort in Blutproben von Menschen mit und ohne CED. Bereits nach der ersten Impfdosis hatten 71,4 % der CED-Patienten unter immunsupprimierender Behandlung und 85,2 % der Gesunden ausreichend Antikörper gebildet, um effektiv geschützt zu sein. Die T-Zellantwort gegen SARS-CoV-2 war bei CED-Patienten und Gesunden sogar nahezu gleich stark ausgebildet.[6]

[caption id="attachment_5064" align="alignnone" width="1200"]Die American Gastroenterology Association hat eine Übersicht erstellt, was Ärzte hinsichtlich verschiedener CED-Therapien bei milden, moderaten und schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung beachten sollten. Quelle: Tillotts auf Basis von Empfehlungen der American Gastroenterology Association. (Rubin D et al. Gastroenterology 2020;159:350–357). Quelle: Tillotts Die American Gastroenterology Association hat eine Übersicht erstellt, was Ärzte hinsichtlich verschiedener CED-Therapien bei milden, moderaten und schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung beachten sollten. Quelle: Tillotts auf Basis von Empfehlungen der American Gastroenterology Association. (Rubin D et al. Gastroenterology 2020;159:350–357).[/caption]

[1] Stallmach A et al. Z Gastroenterol 2020;58: 672–692

[2] Ungaro RC et al. J Crohns Colitis. 2021;15(Suppl 1):S006-S007.

[3] Brenner EJ et al. SECURE-IBD Database Public Data Update. Zuletzt besucht am 15.09.2021.

[4] Rubin D et al. Gastroenterology 2020;159:350–357

[5] Gordon H et al. 7th Interview COVID-19 ECCO Taskforce

[6] Reuken P et al. J Crohns Colitis 2021; doi:10.1093/ecco-jcc/jjab147"
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